Unser Stamm

Die Geschichte unseres Stammes

Um die Geschichte unseres Stammes zu erzählen muss man zurückgehen bis ins Jahr 1932.

Denn er ist einer der ältesten Deutschlands. In jenem Sommer bemerkten einige Niederwürzbacher Jungen fast jede Woche einen Jungen der mit seinem Fahrrad den Weg durch Niederwürzbach in Richtung Blieskastel fuhr.

Darauf angesprochen warum er jede Woche am selben Tag und zu selben Uhrzeit mit dem Fahrrad durch ihr Dorf fahre, erklärte er ihnen das er nach Blieskastel zu seiner Pfadfinder Gruppenstunde unterwegs sei.

Weil er in Eile war, fehlte ihm jedoch die Zeit für weitere Erklärungen. Doch schon in der folgenden Woche kam der Junge wieder und erzählte der Dorfjugend von den Pfadfindern. Was das ist und was sie dort alles unternehmen würden. Restlos begeistert gründete die Dorfjugend schon kurz darauf ihren eigenen Pfadfinder Stamm.

 

Nachdem die Gruppe in der darauffolgenden Zeit regen Zulauf genoss, musste sie leider kurz danach wie alle anderen Pfadfinder Stämme dem aufkommenden Nationalsozialismus weichen. Das heißt die Pfadfinder wurden kurzerhand verboten. Die ganze Kriegszeit hindurch konnten sich die Jungen  höchstens noch inoffiziell treffen und auch das nur unter erheblicher Gefahr.

Nach Ende des Krieges wurde der Stamm jedoch noch in den vierziger Jahren wieder neueröffnet und erlebte eine weitere Blütezeit die erst Anfang der 1980iger endete als ihm aufgrund von Nachwuchsproblemen und dem Wegfall von Leiterpersonal durch Studium/Ausbildung usw. die Mitglieder ausgingen und man die Stammesarbeit ruhen ließ.

 

Es folgte ein dunkles Mittelalter in Niederwürzbach währen dem es einige Jahre lang keine Pfadfinder mehr in Ort gab. Bis 1998 auf Initiative von Pfarrers Ripplinger, der von der früheren Pfadfindergruppe des Dorfes gehört hatte, der Stamm erneut ins Leben gerufen wurde. In dieser Form existiert der Stamm noch heute. Unser Mitgliederbestand hat sich seit dem bei etwa 25 – 30 eingependelt. Wir sind Mitglied im Verband der „Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und nehmen jedes Jahr in dessen Rahmen an verschiedenen Aktionen oder Projekten teil und haben zahlreiche Freunde unter den anderen Stämmen der Umgebung.

Stammesvorstand Susanne Geisinger
Leiter
Stammesvorstand Martin Kropp

Leiter (ab 18 Jahre)

     

Die Leiterrunde ist sozusagen der „Kopf“ des Stammes. Leiter planen zusammen mit den Kindern und Jugendlichen die Inhalte der Gruppenstunde, die Zeltlager, Wanderungen, Übernachtungen und Sonstige Aktionen. Jede Gruppe  von Kindern und Jugendlichen hat mindestens einen Leiter der, der Gruppe vorsteht. Er führt die geplanten Aktionen durch, bereitet die Kinder auf Stufenwechsel vor und achtet auf sie wann immer der Stamm zusammen ist. Auf mehrtägigen Fahrten ist er zudem Ansprechpartner und Bezugsperson bei Problemen jeder Art. Leiter geben den Kindern durch ihr Vorbild Anreiz sich ständig zu verbessern und tragen damit zur Charakterbildung entscheidend bei.

    

Die Stufen-Struktur

Um das Programm sowohl in den Gruppenstunden, als auch in Zeltlagern oder sonstigen Aktivitäten besser auf die Kinder und Jugendlichen abzustimmen, sind alle Mitglieder bei den Pfadfindern in sogenannte „Stufen“ eingeteilt. Diese sind nach Alter gegliedert.


Immer wenn die Kinder dabei in eine neue Stufe kommen findet ein sogenanntes „Versprechen“ statt, in dem sie ihre Bereitschaft erklären Teil der neuen Gruppe zu sein. Diese Zeremonie hat eine Tradition die ebenso alt ist wie die Pfadfinder selbst und ist etwas ganz besonderes.


Die vier Stufen der DPSG sind:

Wölflinge (6-10 Jahre)

Die jüngsten Stammesmitglieder nennt man Wölflinge. In zumeist kleinen Gruppen von 5-8 Kindern erlernen sie spielerisch mit anderen Kindern in einer harmonischen Gruppe zusammen zu leben und es entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Zahlreiche Bastelarbeiten fördern zudem schon früh das handwerkliche Geschick. Neben diesen Punkten sollen sie jedoch vor allem (durch die Mithilfe der Leiter natürlich) zur Selbstständigkeit erzogen werden. Besonders im Zeltlager wird die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gefördert. Da dies einer der wichtigsten Punkte der Pfadfinderidee ist und zudem Basis für alle weiteren Fähigkeiten, wird hierauf natürlich auch besonderen Wert gelegt. Trotzdem soll der Spaß natürlich nie zu kurz kommen. Die Wölflinge treffen sich immer Montags um 17.00 Uhr am Pfarrhaus in Niederwürzbach. Die Gruppenstunde endet um 18.30 Uhr

     

Jungpfadfinder (10-13 Jahre)

Nachdem die Kinder in der Wölflingsstufe die Basis der Selbstständigkeit und das Zusammenleben innerhalb einer Gemeinschaft erlernt haben, kommen sie mit etwa 11 Jahren in die Jungpfadfinderstufe. In dieser Stufe geht es vor allem darum, die Grundlagen der Pfadfinderei zu vertiefen. Dazu gehören zum Beispiel die Geschichte der Pfadfinder, die Pfadfindergesetze und Leitlinien. Aber natürlich auch praktische Dinge wie Karte/Kompass, Messerkunde, Orientieren im Gelände, Lagerbauten, Knotenkunde, richtig Feuer machen und vieles mehr. Dabei ist es jedoch auch ein wichtiger Teil des Stufenprogramms dass sich die Jungpfadfinder, ganz dem Leitspruch des Pfadfinderverprechens “Der Große schützt den Kleinen”, um die Wölflinge kümmern, ihnen ein Vorbild sind und sie bei ihrer Entwicklung unterstützen.

     

Pfadfinder (13-16 Jahre)

Die Pfadfinderstufe beherrscht bereits die ganze Finesse der Pfadfinderei. Neben zahlreichen Gemeinschaftsaktionen wie Wanderungen, Handwerksarbeiten usw. geht es deshalb in dieser Stufe auch darum, den Jugendlichen bereits erste Verantwortung zu übertragen. Wenn der Stamm zum Beispiel ins Zeltlager fährt, baut diese Stufe sowohl ihr Zelt als auch die Gemeinschaftszelte mit nur geringer Hilfe durch die Leiter auf. Darüber hinaus übernehmen sie bereits einen Teil der Verantwortung für die jüngeren Mitglieder des Stammes.

Rover (16 - 21 Jahre)

Die sogenannten Rover, also die älteste Stufe vor den Leitern, sind praktisch voll ausgebildete Jugendliche und junge Erwachsene. In ihrer Gruppe führen sie anspruchsvolle Aktionen durch wie zum Beispiel mehrtägige Wanderungen, den Bau von Hütten, Mitarbeit bei überregionalen kirchlichen oder Pfadfinder-internen Projekten usw. Darüber hinaus übernehmen sie verantwortungsvolle Aufgaben innerhalb des Stammes, sind Hilfsleiter und helfen bei der Erziehung der unteren Altersstufen. Trotz allem ist der Spaß, sowie das pfadfinderische Tun und insbesondere die Kameradschaft in der Gruppe bei den Rovern natürlich genauso zu finden sein wie bei allen anderen Stufen.

Leider verfügt unser Stamm derzeit nicht über eine Roverrunde. Wir würden uns aber sehr freuen wenn sich das noch einmal ändert. Also kommt doch einfach mal vorbei. Wir suchen immer neue Mitglieder.

Erstellt von Ramona Gebhardt/Martin Kropp